Photovoltaik

Photovoltaik Kosten 2026: Was eine Solaranlage in der Schweiz kostet

Was kostet eine Photovoltaikanlage 2026? Wir zeigen die Preise aus unseren eigenen Offerten, was den Preis treibt und was nach Förderung und Steuerabzug unter dem Strich bleibt.

Von Andreas Meyer, CTO, BSc Energie- und Umwelttechnik · 6 Min. Lesezeit
Monteure von Dimension Solaire montieren Solarmodule auf einem Schrägdach

Preise pro kWp: Richtwerte aus realen Offerten 2026

Der wichtigste Massstab für den Preis einer Solaranlage ist der Preis pro Kilowatt-Peak (kWp) installierter Leistung. Je grösser die Anlage, desto tiefer der Preis pro kWp – denn Gerüst, Planung, Anmeldung, Elektroanschluss und Anfahrt fallen unabhängig von der Grösse an. Die folgenden Werte stammen aus unseren Offerten 2026 für Anlagen auf bestehenden Schrägdächern (Aufdach-Montage, Module, Wechselrichter, Montage, Elektroinstallation und Administration inklusive). Zwischen den Offerten haben wir interpoliert.

Richtpreise Photovoltaik 2026 (Aufdach, ohne Speicher), Stand Oktober 2026
AnlagengrössePreis pro kWp exkl. MWSTTotal inkl. 8.1 % MWSTPronovo-EinmalvergütungNetto nach Förderung
5 kWpCHF 2’733CHF 14’771– CHF 1’800CHF 12’971
10 kWpCHF 1’950CHF 21’080– CHF 3’600CHF 17’480
15 kWpCHF 1’716CHF 27’825– CHF 5’400CHF 22’425
20 kWpCHF 1’586CHF 34’298– CHF 7’200CHF 27’098
30 kWpCHF 1’380CHF 44’753– CHF 10’800CHF 33’953
50 kWpCHF 1’028CHF 55’540– CHF 16’800CHF 38’740

Ein typisches Einfamilienhaus in der Schweiz verbraucht 4 000 bis 6 000 kWh Strom pro Jahr, mit Wärmepumpe und E-Auto deutlich mehr. Damit die Jahresproduktion den Verbrauch übersteigt, planen wir häufig Anlagen zwischen 8 und 16 kWp – sofern das Dach die Fläche hergibt. Eine 10-kWp-Anlage kostet nach unserer Kurve rund CHF 21’080 inklusive MWST, nach Abzug der Pronovo-Einmalvergütung bleiben rund CHF 17’480.

Was den Preis treibt

Zwei Anlagen mit gleicher Leistung können mehrere tausend Franken auseinanderliegen. Das sind die häufigsten Gründe:

  • Dacheindeckung: Ziegeldächer sind Standard. Faserzement (Eternit), Schiefer oder alte, brüchige Ziegel brauchen mehr Zeit und spezielle Befestigungen. Blechdächer mit Stehfalz sind dagegen oft günstiger, weil die Schienen direkt geklemmt werden.
  • Gerüst und Absturzsicherung: Die SUVA-Vorschriften verlangen ab einer Absturzhöhe von 3 Metern eine Sicherung. Hohe Gebäude, steile Zufahrten oder Dächer über Strassen verteuern das Gerüst.
  • Aufdach oder Indach: Aufdach-Anlagen werden über die bestehende Eindeckung montiert und sind die günstigste Lösung. Indach-Anlagen ersetzen die Ziegel und wirken eleganter, kosten aber in der Regel spürbar mehr – lohnend vor allem, wenn ohnehin ein neues Dach ansteht.
  • Elektroinstallation: Ist der Zählerschrank alt oder voll, braucht es einen neuen Zählerplatz, zusätzliche Sicherungen oder einen Smart Meter. Das kann je nach Gebäude einige hundert bis mehrere tausend Franken ausmachen.
  • Leistungsoptimierer: Bei Teilverschattung oder mehreren Dachausrichtungen sind Optimierer sinnvoll und erlauben die Überwachung jedes einzelnen Moduls. Sie erhöhen die Kosten pro Modul leicht.
  • Modulwahl: Vollschwarze Hochleistungsmodule (wir verbauen 2026 meist Module mit rund 480 Wp und über 24 % Wirkungsgrad) holen mehr aus kleinen Dächern heraus, kosten aber etwas mehr als Standardmodule.

Mit Batteriespeicher: was dazukommt

Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch von typisch 25–35 % auf bis zu 70 %. In unseren Rechnern kalkulieren wir einen Speicher mit CHF 310 pro kWh Kapazität plus CHF 2’750 Grundkosten für Installation und Einbindung, inklusive MWST. Daraus ergeben sich folgende Richtwerte:

  • 5 kWh: rund CHF 4’300
  • 10 kWh: rund CHF 5’850
  • 15 kWh: rund CHF 7’400

Ob sich ein Speicher für Sie rechnet, hängt vor allem von Ihrem Abendverbrauch ab. Mehr dazu in unserem Artikel Lohnt sich ein Batteriespeicher 2026?

Förderung und Steuerabzug: der Nettopreis

Vom Bruttopreis gehen in der Schweiz zwei Beträge ab:

  1. Pronovo-Einmalvergütung (EIV): Der Bund zahlt über Pronovo einen Beitrag pro kWp – gemäss unseren Offerten 2026 sind das CHF 360 pro kWp für die ersten 30 kWp, CHF 300 für 30 bis 100 kWp und CHF 250 darüber. Details im Artikel Pronovo-Einmalvergütung und Förderungen.
  2. Steuerabzug: Bei bestehenden Gebäuden können Investitionen in Photovoltaik bei der direkten Bundessteuer und in den meisten Kantonen als energiesparende Massnahme vom Einkommen abgezogen werden – abzüglich der erhaltenen Förderung. Die kantonalen Regeln unterscheiden sich, bei Neubauten ist der Abzug in der Regel nicht möglich.

Ein Beispiel mit unserer Annahme eines Grenzsteuersatzes von 25 %: Bei der 10-kWp-Anlage für CHF 21’080 und CHF 3’600 Einmalvergütung beträgt die Steuerersparnis rund CHF 4’370. Die effektiven Kosten sinken damit auf rund CHF 13’110. Ihr persönlicher Grenzsteuersatz kann höher oder tiefer liegen – fragen Sie im Zweifel Ihre Steuerberatung.

Zusätzlich gibt es in manchen Kantonen und Gemeinden eigene Programme. Welche für Ihre Adresse gelten, finden Sie im Fördergeld-Finder.

Ertrag und Amortisation

Im Schweizer Mittelland produziert eine Anlage pro installiertem kWp rund 950 bis 1 150 kWh Strom pro Jahr. Diese Spannbreite zeigen auch unsere Offerten 2026: Ein flach geneigtes Westdach (10°) in Zug kam auf 947 kWh/kWp, ein steiles Süddach im Aargau auf 1 148 kWh/kWp. In höheren Lagen und im Wallis liegt der Ertrag oft darüber.

Wann sich die Anlage bezahlt macht, hängt vor allem vom Eigenverbrauch ab. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ersetzt teuren Netzstrom (für Haushalte 2026 oft 25 bis 38 Rappen pro kWh, je nach Gemeinde – Tarifübersicht der ElCom), während eingespeister Strom seit dem 1. Januar 2026 grundsätzlich zum Marktpreis vergütet wird, für kleinere Anlagen mit einer Minimalvergütung. Eine sinnvoll geplante Anlage amortisiert sich nach unserer Erfahrung innerhalb von 8 bis 14 Jahren – bei einer Lebensdauer, mit der wir konservativ mit 25 Jahren rechnen. Wie Sie den Eigenverbrauch steigern, lesen Sie unter Eigenverbrauch und Rückvergütung zum Marktpreis.

Annahmen unserer Wirtschaftlichkeitsrechnung
ParameterWert
Lebensdauer25 Jahre
Strompreis-Teuerung2.1 % pro Jahr
Leistungsverlust der Module0.4 % pro Jahr
Unterhalt1 % der Investition pro Jahr
Strompreis Haushalt (Szenarien)25 / 27 / 38 Rp./kWh
Rückvergütung (Mittelwert)7 Rp./kWh

Offerten richtig vergleichen

Vergleichen Sie nicht nur den Endpreis, sondern prüfen Sie, ob diese Punkte enthalten sind:

  • Gerüst, Absturzsicherung und Entsorgung der Verpackung
  • Elektroinstallation inklusive Anpassung des Zählerplatzes
  • Anmeldung beim Netzbetreiber, Meldung an die Gemeinde und Pronovo-Gesuch
  • Sicherheitsnachweis und Abnahmekontrolle
  • Monitoring und Garantien (Module, Wechselrichter, Werkgarantie)
  • Ertragsprognose mit realistischer Ausrichtung und Verschattung

Seit 2008 haben wir 1’122 Anlagen gebaut. Unsere Offerten weisen jede Position einzeln aus, damit Sie genau sehen, wofür Sie bezahlen.

Kosten für Ihr Dach berechnen

Noch schneller geht es mit dem Energie-Check: Adresse eingeben, und wir laden die Solardaten des Bundes für Ihr Gebäude. Wenn Sie eine verbindliche Zahl möchten, fordern Sie eine Offerte an.

FAQ

Häufige Fragen

Was kostet eine 10-kWp-Solaranlage 2026?

Nach unseren Offerten 2026 rund CHF 21’080 inklusive MWST für eine Aufdach-Anlage. Nach Abzug der Pronovo-Einmalvergütung von CHF 3’600 bleiben rund CHF 17’480, bei bestehenden Gebäuden kommt der Steuerabzug dazu.

Warum ist der Preis pro kWp bei kleinen Anlagen höher?

Gerüst, Planung, Anmeldung, Elektroanschluss und Anfahrt fallen bei jeder Anlage an, unabhängig von der Grösse. Bei kleinen Anlagen verteilen sich diese Fixkosten auf weniger kWp.

Kann ich die Solaranlage von den Steuern abziehen?

Bei bestehenden Gebäuden in der Regel ja, bei der direkten Bundessteuer und in den meisten Kantonen, abzüglich der Förderbeiträge. Bei Neubauten ist der Abzug meist nicht möglich. Die Regeln Ihres Kantons gehen vor.

Wann amortisiert sich eine Photovoltaikanlage?

Eine sinnvoll geplante Anlage amortisiert sich nach unserer Erfahrung innerhalb von 8 bis 14 Jahren. Entscheidend sind Eigenverbrauch, Strompreis Ihres Netzbetreibers und die Ausrichtung des Dachs.

Ist eine Indach-Anlage viel teurer?

Indach-Anlagen ersetzen die Ziegel und kosten in der Regel spürbar mehr als Aufdach-Anlagen. Wenn das Dach ohnehin saniert werden muss, kann sich der Mehrpreis durch eingesparte Ziegel teilweise ausgleichen.

Autor

Andreas Meyer · CTO, BSc Energie- und Umwelttechnik

Leitet Planung und Projektierung bei Dimension Solaire. Vorher fünf Jahre technischer Vertrieb im Schweizer Solargrosshandel.

Veröffentlicht 21. Oktober 2026

Quellen

Stand der Angaben: Oktober 2026. Gesetzliche Regeln, Tarife und Fördersätze können sich ändern – massgebend sind die Angaben der zuständigen Stellen.

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